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Bank von England und die Herausforderungen der Zinserhöhung

  • Die Bank von England reagiert mit der Beibehaltung des Zinssatzes von 3,75 Prozent nicht auf wirtschaftliche Sorgen und steigende Preise. Analysten fordern sofortige Maßnahmen.
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Bank von England und die Herausforderungen der Zinserhöhung
Bild Bank von England und die Herausforderungen der Zinserhöhung — تصویر: تولید هوش مصنوعی

Die Bank von England wird als hartnäckiger Verteidiger der Unabhängigkeit der Zentralbanken angesehen, während die Federal Reserve der Vereinigten Staaten mit politischen Druck konfrontiert ist. Doch weniger als 24 Stunden, nachdem der Vorsitzende der Federal Reserve, Kevin Warsh, mit einer Erhöhung der Kreditkosten in den USA seine Macht demonstrierte, zeigten Andrew Bailey, der Vorsitzende der Bank von England, und die Mitglieder des Monetary Policy Committee (MPC) ihre Schwäche.

Die Bank von England hat angekündigt, den Zinssatz auf 3,75 Prozent beizubehalten. Diese Entscheidung wurde unter dem Druck einer angespannten Ölsituation und der Bedrohung eines Anstiegs der Inflation im Herbst getroffen, was zusätzliche Sorgen aufwirft. Huw Pill, der Chefökonom der Bank, der zum zweiten Monat in Folge mit 6 zu 3 für die Beibehaltung des Zinssatzes gestimmt hat, bezeichnete diese Situation als Zeichen der Stärke und der anhaltenden wirtschaftlichen Herausforderungen.

Steigende Preise und wirtschaftlicher Druck

Mit einem Anstieg der Verbraucherpreise auf 3,1 Prozent, was über dem Ziel von 2 Prozent der Regierung liegt, wird die Notwendigkeit sofortiger Maßnahmen immer dringlicher. Die Prognosen für Lebensmittelpreise und Energiekosten im kommenden Winter sind enttäuschend. Während die Löhne im privaten Sektor unter Kontrolle sind, scheint die Situation im öffentlichen Sektor zunehmend besorgniserregend zu sein. Der Druck der Gewerkschaften nimmt zu, was sich in der Bereitstellung von zusätzlichen 500 Millionen Pfund für Lehrer zeigt.

Die schnelle Expansion des öffentlichen Sektors, insbesondere in den Bereichen Transport, Stahl und möglicherweise Wasser, könnte zusätzliche Herausforderungen für die Regierung mit sich bringen. Arbeiter im produzierenden Sektor haben weniger Verhandlungsmacht, sind jedoch wenig bereit, reale Lohnkürzungen zu akzeptieren. Die Erfahrung des Monetary Policy Committee, die Ratschläge des Chefökonomen der Bank zu ignorieren, hat keinen guten Ruf.

Änderung der Strategie der Bank von England

Die Bank von England hat angesichts des politischen Drucks von zwei Seiten begonnen, ihren Ansatz in Bezug auf die Quantitätsverringerungspolitik zu ändern. Die Bank hat kürzlich beschlossen, den Druck auf die langfristigen Zinssätze zu verringern und damit die Kreditkosten zu senken. Andrew Bailey hat die Politik der Bank von England in Bezug auf die Verringerung des Bestands an während der Pandemie und des Ukraine-Kriegs gekauften Anleihen verteidigt.

Trotz aller bestehenden Risiken, einschließlich geopolitischer Probleme und Bedenken hinsichtlich der Finanzierung von künstlicher Intelligenz, hat die Bank von England beschlossen, ihren aktuellen Status beizubehalten, während sie schrittweise zu strikteren Politiken zurückkehrt. Dennoch verbleiben 120 Milliarden Pfund an langfristigen Anleihen, die bis 2049 fällig werden, auf der Bilanz der Bank.

Der Druck zur Senkung der Kreditkosten der Regierung, die stark von den mit Sozialleistungen und Renten verbundenen Ausgaben abhängt, bleibt bestehen. Dieses Thema wird zusammen mit den Bedenken über die 25 Milliarden Dollar schwere Fusion des Farbenherstellers Akzo Nobel mit seinem amerikanischen Rivalen Axalta als positives Thema für die industrielle Entwicklung Großbritanniens betrachtet.

Quelle: dailymail.com