Der Erdschwerpunkt bewegt sich kontinuierlich, und dieses Thema wurde von einem Team von NASA-Wissenschaftlern untersucht. Laut dieser Forschung schwankt die Erde aufgrund des Gewichts von Wasser, Eis und Luft ständig, und diese Veränderungen beeinflussen die Satellitendaten und Navigationssysteme.
Veränderungen des Erdschwerpunkts
Der Erdschwerpunkt wird durch winterliche Eisbildung, das Schmelzen von Schnee im Frühling, instabile Ozeane und Änderungen des Luftdrucks um einige Millimeter verschoben. Felix Landerer, einer der Autoren dieser Studie, sagt: "Diese Bewegungen mögen klein erscheinen, aber unsere moderne Welt ist auf sehr präzise Positionsmessungen angewiesen. Durch ein besseres Verständnis dieser Mechanismen können wir bessere Referenzsysteme schaffen, die letztendlich der Kartierung und Navigation helfen."
Folgen für Navigationssysteme
Diese Veränderungen können zu Fehlern in Satellitendaten und Navigationssystemen führen. Für diese Studie verwendete das Forschungsteam neue Techniken zur Verfolgung der Bewegung des Erdschwerpunkts. Sie erstellten eine vielfältige Sammlung von "Zielen" zur Analyse, indem sie GPS-Daten und Umlaufinformationen von mehreren anderen Satelliten verwendeten.
Die Ergebnisse zeigen, dass Veränderungen im Erdschwerpunkt durch Schneeverlagerungen in Nordamerika und Eurasien, Regen im Amazonasbecken und saisonale Gewässer in Südostasien verursacht werden. Diese Veränderungen können die Genauigkeit der durchgeführten Messungen erheblich beeinflussen.
Bewegung des geografischen Nordpols
Zusätzlich zur Bewegung des Erdschwerpunkts bestätigten Wissenschaftler auch, dass der geografische Nordpol sich bewegt und bis zum Jahr 2100 möglicherweise um fast 27 Meter verschoben wird. Das Schmelzen der Polareis und Gletscher führt zu einer schnellen Neubewertung der Erdmasse und damit zu einer Verschiebung der Position des Pols.
Die Ergebnisse dieser Forschung zeigen auch, dass die durchgeführten Messungen der Bewegung des Erdschwerpunkts geringer sind als zuvor geschätzt. Donald Argus, der Hauptautor dieser Studie, sagte: "Wir schätzen jetzt, dass die Größe der Bewegung des Erdschwerpunkts jedes Jahr etwa die Hälfte von dem beträgt, was vor acht Jahren angenommen wurde."



