Kevin Warsh, der Vorsitzende der Federal Reserve der Vereinigten Staaten, hat letzte Nacht in einem historischen Schritt den Schlüsselzinssatz um ein viertel Prozent erhöht und ihn in den Bereich von 3,75 Prozent bis 4 Prozent angehoben. Dies ist die erste Erhöhung seit drei Jahren und erfolgt in einer Zeit, in der die Energiepreise stark steigen und die Wirtschaft durch neue Technologien und private Kredite gestärkt wird.
Reaktion auf politischen Druck
Diese Zinserhöhung, die mit einer einheitlichen Abstimmung von 12 zu 0 genehmigt wurde, zeigt den Willen von Warsh und der Federal Reserve, die Inflation auf das Ziel von 2 Prozent zurückzuführen. Während Donald Trump, der ehemalige Präsident der Vereinigten Staaten, stets niedrigere Zinssätze gefordert hat, hat Warsh mit dieser Entscheidung gezeigt, dass angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Bedingungen eine Zinserhöhung notwendig ist.
In Großbritannien setzt die Bank von England bei jeder Zinssitzung ihr Engagement fort, hat jedoch bisher keine aggressiven Maßnahmen in diesem Bereich ergriffen. Fast keiner der Analysten erwartet, dass die Bank in ihrer heutigen Sitzung den Zinssatz von 3,75 Prozent erhöht. Der Arbeitsmarkt schwächt sich derzeit, und es sind nur begrenzte Erhöhungen bei den Einkommen und der Kerninflation zu beobachten.
Herausforderungen für Großbritannien
Die zukünftigen Risiken für Großbritannien sind jedoch sichtbar. Analysen zeigen, dass die Energiepreise bis Januar 2027 um 25 Prozent steigen werden und die Lebensmittelpreise in Großbritannien aufgrund der Sommerdürre und steigender Kosten im nächsten Jahr um 6,6 Prozent steigen werden. Die Gesamtinflation erreichte im August 3,1 Prozent, während die Preiserhöhungen noch nicht vollständig in der Wirtschaft Wirkung gezeigt haben. Je länger die Bank von England wartet, desto größer wird das Risiko steigender Lebenshaltungskosten.
Daher muss die Bank versuchen, den Trends voraus zu sein und nicht bis zum Ende des Jahres zu warten, um Maßnahmen zu ergreifen. Die Berücksichtigung der Maßnahmen der Federal Reserve könnte als Vorbild für die Bank von England dienen.
Andy Burnham, der Bürgermeister von Manchester, sollte auf die Stimmen ehemaliger Experten der Bank von England hören. Andy Haldane, ein ehemaliger Ökonom der Bank und eine bekannte Persönlichkeit, zieht derzeit die Aufmerksamkeit auf sich.
In der Zwischenzeit hat Mark Carney, der ehemalige Vorsitzende der Bank von England und jetzt Premierminister von Kanada, neue Politiken im Bereich Steuern und Privatisierung in Kanada eingeführt. Er versucht, die kanadische Wirtschaft durch Senkung der Unternehmenssteuern und Förderung neuer Investitionen zu stärken.
In Großbritannien, während die Labour-Partei die staatliche Kontrolle über verschiedene Industrien erhöht, bewegt sich Kanada in Richtung einer Verringerung dieser Kontrollen und Privatisierung. Dieser Gegensatz in den Ansätzen könnte zu erheblichen Veränderungen in den Wirtschaftspolitiken beider Länder führen.
Trotz Herausforderungen wie der Entlassung von 400 Mitarbeitern des Unternehmens Entain, das Marken wie Ladbrokes und Coral besitzt, gibt es ernsthafte Diskussionen über Glücksspielwerbung und deren Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit. Während die Online-Glücksspielindustrie in Großbritannien derzeit unter starkem steuerlichen Druck steht, besteht die Notwendigkeit, auf Selbstregulierung und Verbesserung der Bedingungen zu achten.
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