David Thomas, CEO von Baratt Developments, dem größten Wohnungsbauunternehmen in Großbritannien, kritisierte die Anfragen der Kommunen zur Installation von unrealistischen Schornsteinen in neuen Häusern scharf und bezeichnete sie als "sinnlose Verschwendung von Kosten". Angesichts der finanziellen Herausforderungen und der schwachen Nachfrage auf dem Wohnungsmarkt erklärte Thomas deutlich, dass die zusätzlichen Kosten, die aus diesen Entscheidungen resultieren, absolut nicht gerechtfertigt sind.
Finanzielle Herausforderungen und steigende Kosten
In seinen Äußerungen verwies Thomas auf die Kosten von 1200 Pfund für die Installation von verstärkten Kunststoffschornsteinen in Häusern ohne Kamin und sagte: "Unsere Häuser haben keinen Kamin, und die Installation von Schornsteinen darauf ist eine unnötige Ausgabe. Das ist eine Verschwendung von Kosten." Verschiedene Kommunen in einigen Regionen Großbritanniens haben die Bauherren aufgefordert, dies zu tun, um die neuen Häuser mit ihrer Umgebung in Einklang zu bringen, aber diese Maßnahme hat zu steigenden Baukosten geführt, während die Geschäftskosten steigen.
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Reduzierung der Bauprognosen
Baratt Developments hat seine Prognosen für den Wohnungsbau in diesem Jahr gesenkt. Angesichts der höheren finanziellen Belastungen und komplexeren Vorschriften erklärte das Unternehmen, dass die Baupläne unter Druck geraten sind. Thomas wies auch darauf hin, dass die Reformen der Planungspolitik der Labour-Partei nicht ausreichen und dass weitere Maßnahmen erforderlich sind, um das Ziel von 1,5 Millionen neuen Häusern in diesem Parlament zu erreichen.
Außerdem hat Baratt im vergangenen Jahr 17667 neue Häuser gebaut, was im Vergleich zu 16826 Häusern im Vorjahr einen Anstieg darstellt. Angesichts der anhaltenden Verzögerungen bei der Planung erwartet das Unternehmen jedoch, in diesem Jahr zwischen 17500 und 17900 Häuser zu bauen, was unter der vorherigen Prognose von 17700 bis 18200 Häusern liegt.
Caroline Silver, Vorsitzende des Vorstands von Baratt, erklärte: "Obwohl die jüngsten Reformen der Planungspolitik schrittweise die Bereitstellung von Wohnraum erhöhen sollten, werden sie allein nicht ausreichen." Sie betonte auch, dass die Regierung Maßnahmen zur Unterstützung der Nachfrage, insbesondere für Erstkäufer, ergreifen müsse. Silver fügte hinzu: "Nur durch die Verringerung der Eigentumshürden und die Behebung der steuerlichen und regulatorischen Belastungen, die den Wohnungsbau in vielen Teilen des Landes einschränken, wird die Regierung in der Lage sein, höhere Niveaus der Wohnraumversorgung, einschließlich erschwinglichem Wohnraum, freizusetzen und die Wohnungsnot zu lösen."
Baratt hat auch prognostiziert, dass höhere Zinssätze und finanzielle Druck kontinuierlich das Verbrauchervertrauen im nächsten Jahr beeinflussen werden. Die Wohnungsbauindustrie sieht sich einer geringeren Nachfrage gegenüber, da die Kreditgeber die Zinssätze erhöhen, was auf den Krieg im Nahen Osten zurückzuführen ist. Auch die Baukosten, die Baratt erwartet, im nächsten Jahr um 4 Prozent zu steigen, haben zusätzlichen Druck auf die Branche ausgeübt.
Das Unternehmen erklärte: "Ein positiverer Start im Jahr 2026, mit der Beseitigung von Budgetunsicherheiten und der Senkung der Zinssätze auf der Agenda, wurde stark durch den Beginn der Krise im Nahen Osten Ende Februar beeinträchtigt." Diese Ereignisse, zusammen mit den Risiken im Zusammenhang mit den Energiekosten, Störungen in den Lieferketten und Inflation, haben zu erheblichen Veränderungen der Zinserwartungen geführt und die Käufer vorsichtiger gemacht, was die finanziellen Herausforderungen auf dem britischen Wohnungsmarkt erhöht hat.
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