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Umwelt

Grönland und die Antarktis haben 11,3 Billionen Tonnen Eis verloren

  • Grönland und die Antarktis haben in den letzten 50 Jahren 11,3 Billionen Tonnen Eis verloren, was zu einem Anstieg des Meeresspiegels um mehr als 3 Zentimeter geführt hat.
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Grönland und die Antarktis haben 11,3 Billionen Tonnen Eis verloren
Bild Grönland und die Antarktis haben 11,3 Billionen Tonnen Eis verloren — تصویر: تولید هوش مصنوعی

Grönland und die Antarktis sind in den letzten fünf Jahrzehnten stark von der globalen Erwärmung betroffen und haben 11,3 Billionen Tonnen Eis verloren. Dieser Rückgang des Eises hat zu einem Anstieg des Meeresspiegels um mehr als 3 Zentimeter (1,1 Zoll) geführt. Forscher eines internationalen Teams haben mithilfe von Satellitendaten das umfassendste Bild dieses Eisschmelzprozesses untersucht.

Neue Analyse der Veränderungen der Polareis

Die Studie zeigt, dass das Schmelzen von Eis in Grönland allein zu einem Anstieg des Meeresspiegels um 1,8 Zentimeter (0,7 Zoll) geführt hat, während die Antarktis 1,3 Zentimeter (0,5 Zoll) zu diesem Anstieg beigetragen hat. Von den verlorenen Eismengen sind 84 Prozent auf die beschleunigte Strömung der Gletscher ins Meer zurückzuführen, während nur 16 Prozent mit der Oberflächenschmelze zusammenhängen.

Dr. Ines Otosaka, die Hauptautorin dieser Forschung, erklärte, dass wir durch die Betrachtung von 50 Jahren Daten signifikante Veränderungen in den Polargletschern beobachten können. Sie fügte hinzu, dass mehr als vier Fünftel des verlorenen Eises auf die schnellere Strömung der Gletscher ins Meer zurückzuführen sind, was zeigt, dass der langfristige Trend von der dynamischen Reaktion der Gletscher auf die Erwärmung der Ozeane beeinflusst wird.

Folgen des Anstiegs des Meeresspiegels

Dieser Anstieg des Meeresspiegels bringt große Sorgen mit sich, da Millionen von Menschen der Gefahr von Küstenerosion und Überschwemmungen ausgesetzt sind. Professor Andrew Shepherd, ein weiterer Forscher dieses Projekts, warnte, dass, obwohl drei Zentimeter Anstieg des Meeresspiegels wenig erscheinen, diese Menge das Leben von 6 bis 9 Millionen Menschen gefährden könnte.

Seit 1999 ist der durchschnittliche Meeresspiegel um 3,6 Millimeter pro Jahr gestiegen, wobei 70 Prozent dieses Anstiegs auf das Schmelzen von Gletschern und Polareis zurückzuführen sind. Jüngste Veränderungen in den Satellitendaten zeigen, dass dieser Anstieg seit 2012 erheblich beschleunigt wurde.

Neueste Studien zeigen, dass, wenn der Thwaites-Gletscher in der Antarktis vollständig zusammenbricht, der Meeresspiegel um bis zu 3 Meter (10 Fuß) ansteigen könnte. Dieser Anstieg des Meeresspiegels könnte Städte wie Shanghai und London bedrohen und das Risiko weitreichender Überschwemmungen für Bewohner von niedrig gelegenen Gebieten wie Florida oder Bangladesch mit sich bringen.

Forschungen zeigen, dass in Großbritannien der Anstieg des Meeresspiegels bis zum Jahr 2310 die Häuser von 1,7 Millionen Bürgern überfluten könnte und weite Küstengebiete betroffen sein könnten. Laut Computersimulationen sind Gebiete wie Hull, Peterborough und Portsmouth ernsthaften Risiken ausgesetzt.

Quelle: dailymail.com