Tausende Migranten in Ceuta liefen am Freitag auf die Straßen und rannten in Richtung des neuen Lagers, das für sie vorgesehen war. Dieser Vorfall ereignete sich, während die Behörden versuchten, die Migranten von den Stränden in das Hafenviertel zu bringen.
Während dieses Transfers sah sich die Polizei einer großen Menschenmenge gegenüber, die versuchte, sich Plätze im neuen Lager zu sichern, nachdem sie wochenlang an den Stränden gelebt hatten. Die Behörden haben angekündigt, dass im neuen Lager Zelte für 1.700 Personen bereitgestellt werden.
Auseinandersetzungen und Herausforderungen
Veröffentlichte Bilder und Videos zeigen, dass die Menschen auf den Straßen in Richtung des neuen Lagers rennen, während sie dabei rufen und jubeln. Doch diese Begeisterung und Aufregung wurden bald von Auseinandersetzungen zwischen Migranten und der Polizei überschattet. Die Bereitschaftspolizei und die nationale Polizei sahen sich gezwungen einzugreifen, und Berichte deuten darauf hin, dass Tränengas eingesetzt wurde, um die Situation zu kontrollieren.
Diese Situation entstand, nachdem Ende Juli zehntausende Migranten an die Grenze von Marokko nach Ceuta strömten. Während die meisten von ihnen in ihr Heimatland zurückkehrten, sind etwa 13.000 dort geblieben, und viele von ihnen haben an den Stränden dieses Gebiets geschlafen.
Sorgen und Kritik
Die lokalen Behörden haben Besorgnis über die chaotischen Zustände und Sicherheitsrisiken geäußert. Ein Bericht über einen signifikanten Anstieg von Verbrechen, insbesondere sexuellen Übergriffen, auch gegen Kinder, wurde veröffentlicht. Die Leiterin der Staatsanwaltschaft von Ceuta, Silvia Rojas, hat erklärt, dass solche Verbrechen stark zunehmen.
In der Zwischenzeit sind die sanitären Bedingungen in den vorübergehenden Lagern äußerst schlecht, und kürzlich wurde ein marokkanischer Jugendlicher mit dem Affenpockenvirus infiziert und wird behandelt. Außerdem wurden mindestens fünf Fälle von Tuberkulose unter den Migranten festgestellt.
Die spanische Regierung hat trotz der Einwände der lokalen Behörden mit der Verlegung der Migranten fortgefahren. Dies geschieht, während Pedro Sánchez, der Ministerpräsident Spaniens, scharfer Kritik ausgesetzt ist. Er glaubt, dass die Regierung nicht in der Lage ist, diese Krise zu bewältigen, und hat die Bewohner von Ceuta gebeten, geduldig zu sein.
In den letzten Tagen gab es in Spanien weitreichende Proteste aufgrund des Zustroms von Migranten, und in einigen Fällen kam es auch zu Gewalttaten zwischen Migranten und Einheimischen. Laut einem Experten verschlechtert sich die Situation in Ceuta dramatisch, und die Wahrscheinlichkeit einer Katastrophe ist nur eine Frage der Zeit.



