Der Anstieg der Fälle von Hansen-Krankheit oder Lepra in den Vereinigten Staaten hat die Aufmerksamkeit der Forscher auf das Neunbänder-Gürteltier gelenkt. Dieses Tier, das kürzlich im Bundesstaat Ohio beobachtet wurde, könnte eine Schlüsselrolle beim Ausbruch dieser alten Krankheit spielen.
Gürteltier; möglicher Auslöser des Krankheitsausbruchs
Forscher in Ohio haben das erste Neunbänder-Gürteltier identifiziert, das auf natürliche Weise in diesen Bundesstaat eingewandert ist. Diese Art, die normalerweise Menschen nicht schadet, kann das Bakterium, das mit der Hansen-Krankheit in Verbindung steht, übertragen. Diese Krankheit, die historisch in der Bibel erwähnt wird, ist eine bakterielle Infektion, die hauptsächlich die Haut, die peripheren Nerven und die oberen Atemwege betrifft.
Mehr lesen: Püree, ein gesundes Frühstück, das Cholesterin senkt
Obwohl die Fälle dieser Krankheit derzeit selten sind, haben die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) berichtet, dass Fälle von Lepra in den Vereinigten Staaten im Jahr 2026 in verschiedenen Teilen von New York bis Hawaii identifiziert wurden. Bis zum 5. September wurden landesweit 40 Fälle und drei Fälle in Ohio registriert.
Ungewöhnliche Nahrung und ihre Risiken
Einige Experten sind besorgt, dass Amerikaner dazu übergegangen sind, Gürteltier als ungewöhnliches Nahrungsmittel zu konsumieren und dadurch das Bakterium der Hansen-Krankheit in ihren Körper einzuführen. Dr. Teresa Yezkova, Professorin für Biologie an der University of Miami in Ohio, erklärte: "Es ist nicht einfach, Lepra vom Gürteltier zu bekommen. Man muss sich schon anstrengen, zum Beispiel indem man es isst oder mit seinen inneren Organen in Kontakt kommt."
Dennoch hat der jüngste Anstieg der Fälle in Florida die Bedenken verstärkt. Im vergangenen Jahr wurden 36 neue Patienten in diesem Bundesstaat identifiziert, die höchste Zahl seit Beginn der Berichterstattung im Jahr 1992. In diesem Jahr wurden 23 neue Fälle in Florida registriert, was auf ein zunehmendes Besorgnis über diese Krankheit hinweist.
Dr. Norman Beat, Professor für Medizin an der University of Florida, betonte, dass direkter Kontakt mit Gürteltieren, ob lebendig oder tot, eine Infektionsquelle sein kann. In einigen Gemeinschaften ist das Essen von Gürteltieren als südliche Delikatesse bekannt. Außerdem glauben einige lokale Patienten, dass ihre Infektion durch kontaminierte Erde mit dem Bakterium verursacht wurde.
Mehr lesen: Neue Schulung für Zahnärzte zur Erkennung der frühen Anzeichen der motorischen Neuronenkrankheit · 9-monatige Wartezeit auf reguläre Behandlungen im NHS: Der heiße Sommer ist schuld!



