Greg Stanton, Mitglied des britischen Parlaments, hat in einer neuen Studie festgestellt, dass Menschen in Notfällen eher dazu neigen, emotionale Gegenstände anstelle von praktischen und notwendigen Dingen auszuwählen. Diese Forschung zeigt, dass Menschen in Situationen wie Bränden oder Naturkatastrophen eher nach Erinnerungsstücken und Kinderspielzeugen suchen als nach wichtigen Dokumenten oder notwendigen Utensilien.
Bevorzugung emotionaler Gegenstände über praktische Bedürfnisse
Die Studie, die mit über 1000 Personen in Großbritannien durchgeführt wurde, zeigt, dass Fotos an der Spitze der ausgewählten Gegenstände stehen, gefolgt von Teddybären. Weitere Gegenstände, die den Menschen wichtig sind, sind Schmuck, Bücher und sogar die Asche von Angehörigen. Mobiltelefone stehen ebenfalls auf der Liste der notwendigen Gegenstände.
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Dr. Anna Paul von der Liverpool John Moores University sagt: „Viele Teilnehmer fühlten, dass persönliche Gegenstände entscheidend für die Verbesserung ihres psychischen Zustands nach einer Katastrophe sind.“ Sie fügte hinzu, dass Menschen in Krisensituationen dazu neigen, emotionale Gegenstände wie Schmuck und Familienfotos in ihrer Nähe zu haben.
Vorbereitung auf Krisen und besorgniserregende Realitäten
Diese Forschung wurde zu einem Zeitpunkt durchgeführt, als Großbritannien mit Ereignissen wie extremer Hitze, Überschwemmungen und Cyberangriffen konfrontiert war. Die britische Regierung startete 2024 den Plan „Vorbereitung“ und forderte die Menschen auf, sicherzustellen, dass sie für 72 Stunden in Krisensituationen ausreichend Lebensmittel, Wasser und Medikamente haben.
Dennoch warnen Forscher, dass die Mehrheit der Menschen nicht ausreichend vorbereitet ist und im Falle einer Krise zu Last-Minute-Entscheidungen greift. Dr. Paul verweist auf eine psychologische Hypothese namens „Selbst-Erweiterungstheorie“, die erklärt, warum solche Gegenstände im Alltag und in Krisen wichtig sind. Diese Theorie besagt, dass unser Selbstgefühl zerbrechlich ist und ständig durch unsere Interaktionen mit der uns umgebenden Welt aufgebaut und erhalten wird.
Abschließend betont Dr. Paul: „Wenn alles um uns herum zusammenbricht, kann ein wertvoller Gegenstand uns helfen, ein Gefühl von Normalität zu bewahren.“ Sie verweist auf die Überlebenden des Tsunamis in Japan im Jahr 2011, die den Verlust von Familienfotos als einen der größten emotionalen Verluste betrachteten.
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