In den Jahren 2011 oder 2012, kurz nach meinem Umzug nach Los Angeles, ging ich in einer der Straßen der Innenstadt spazieren. Plötzlich kam schwarzer Rauch aus einem Gitter auf der Straße. Es schien, als würde etwas unter der Erde brennen. Diese Szene sah auf seltsame Weise filmisch und beängstigend aus, als ob Dämonen aus dem Rauch herauskamen.
Städtische Wunder
Diese unerwarteten Momente gehören zu den seltsamen Erfahrungen, die im städtischen Leben hin und wieder auftreten. Das Gefühl der Hingabe und des Loslassens beim Fotografieren ist für mich sehr mächtig. In solchen Momenten gebe ich meiner Unwissenheit nach und lasse die Welt um mich herum mich anziehen.
Ich bin in San José aufgewachsen; einem Ort, der keine Anzeichen von echtem Stadtleben aufweist. Ich entschied mich, nach Los Angeles zu ziehen, weil ich mich dort deprimiert fühlte und gerade meine zukünftige Frau kennengelernt hatte, die ebenfalls nicht in San José bleiben wollte. Los Angeles ist für mich mehr als nur eine Stadt; es ist eine Ansammlung verschiedener Orte. Man kann in nur 15 Minuten Autofahrt in eine völlig andere Umgebung gelangen, vom Strand bis zu den Bergen.
Eine Stadt mit Seele
Los Angeles hat ein seltsames Bewusstsein; wenn man es zulässt, kann diese Stadt einen anziehen. Ich habe immer ein unerklärliches Gefühl, wenn ich durch die Straßen fahre und erkunde. Dieses Gefühl von Freiheit und Abenteuer motiviert mich, das Leben in den Ecken der Stadt zu suchen und jeden Moment zu genießen.
Dieses Bild ist eine Darstellung einer Welt, in der selbst schwarzer Rauch ein Zeichen von Schönheit und Wunder sein kann. Das Leben in Los Angeles, mit all seinen Herausforderungen und Schönheiten, erinnert mich daran, dass jeder Tag ein neues Abenteuer ist.



