Der Zusammenbruch eines der wichtigsten ozeanischen Strömungen der Erde stellt eine ernsthafte Bedrohung für die globale Nahrungsmittelproduktion dar. Der Atlantische Meridionale Umwälzstrom (AMOC), der Wärme aus tropischen Regionen nach Europa transportiert, ist stark von klimatischen Veränderungen aufgrund menschlicher Aktivitäten betroffen, und Wissenschaftler warnen, dass dieser Zustand zu einer neuen Eiszeit in Nordeuropa führen könnte.
Auswirkungen auf die globale Landwirtschaft
Durchgeführte Forschungen zeigen, dass der Rückgang dieses Stroms zu einem Rückgang der Getreideproduktion in Schlüssel-Ländern führen kann. Beispielsweise könnte die Produktion von Weizen, Mais und Reis in Großbritannien und anderen europäischen Ländern um bis zu 19 Prozent sinken. Dieser Rückgang der Produktion könnte eine Welle von Preiserhöhungen bei Lebensmitteln nach sich ziehen, deren Auswirkungen weltweit spürbar sein werden.
Laut dieser Studie könnte, wenn Veränderungen in der Nahrungsmittelproduktion schneller voranschreiten als die Fähigkeit der Menschen, sich anzupassen, der Preis für Lebensmittel um bis zu 40 Prozent steigen. Dies könnte insbesondere in Situationen, in denen verschiedene Länder versuchen, ihre Nahrungsmittelproduktion aufrechtzuerhalten, zu einer globalen Krise führen.
Vorbereitung auf klimatische Veränderungen
Die Forschung zeigt, dass verschiedene Länder sich auf bedeutende Veränderungen in den Nahrungsmittelproduktionsgebieten vorbereiten müssen. Beispielsweise könnte die Landwirtschaft in neue Regionen verlagert werden, die geeignete klimatische Bedingungen für das Wachstum neuer Pflanzen bieten. Doch diese Veränderungen sind nicht einfach umsetzbar und erfordern Infrastruktur, Wasser und Investitionen. Außerdem könnten Regionen, die möglicherweise bessere Bedingungen für die Landwirtschaft finden, nicht über die notwendige Kapazität verfügen, um die Nahrungsmittelbedürfnisse zu decken.
Wissenschaftler warnen auch, dass Länder sich nicht allein auf die eigene Nahrungsmittelversorgung verlassen können. Der Erhalt des internationalen Handels in diesem Bereich ist von entscheidender Bedeutung, da die Einschränkung von Exporten in Zeiten reduzierter Ernten ernstere Engpässe in anderen Teilen der Welt verursachen könnte.
Forschungen zum Rückgang des AMOC zeigen, dass dieser Strom seit der Mitte des 20. Jahrhunderts um etwa 15 Prozent gesunken ist und in Zukunft vollständig zusammenbrechen könnte. Wissenschaftler schätzen, dass die Wahrscheinlichkeit dieses Zusammenbruchs bei etwa 24 Prozent liegt, und wenn dieser Strom vollständig zum Stillstand kommt, werden die Auswirkungen erheblich auf das globale Klima und die Landwirtschaft wirken.



